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RAUSHAN ORAZBAEVA spielt auf der

 KYL KOBIZ 

 

     

 

 

 

 

KuiKuiDie KYL KOBIZ (Kyl Kobyz) nimmt in der Kasachischen Volksmusik eine wichtige Rolle ein und man glaubt seit Jahrhunderten, dass sie die Kraft besitzt, Krankheiten und Kummer zu heilen und sogar den Tod zu besiegen. Von KORKYT ATA, dem „kui atasi“ (Vater des KUI) und “Erfinder” der KYL KOBIZ (Kyl Kobyz) , heißt es in einer Legende, der Tod hätte keine Macht über ihn gehabt, solange er auf der Kobiz (Kobyz) spielte, dass sein Herz jedoch aufhörte zu schlagen, als die Musik verklang. Seine Geschichte ist geprägt vom Kampf gegen das Böse und die Ungerechtigkeit und er hat die spirituellen Wurzeln des Kasachischen Volkes entscheidend mit beeinflusst. Insbesondere sein Kampf um die Unsterblichkeit lässt sich in dieser Form nur in wenigen alten Schriften der Weltgeschichte wiederfinden.

Korkyt AtaKorkyt AtaKORKYT ATA lebte im 8.-9.Jahrhundert an den Ufern des Flusses Syrdarya, wo man auch heute noch sein Grab finden kann. Es geht die Sage, dass man bei seiner Geburt meinte, nur ein unförmiges Bündel erkennen zu können und dass man nicht gewusst hätte, ob er wirklich ein menschliches Wesen sei. Die Menschen seien daher in Furcht und Schrecken vor dem Unbekannten davon gelaufen, und man habe ihn KORKYT, die Angst, genannt. Von Klein auf verstand er die Sprache der Vögel und der Tiere und konnte alle Instrumente der damaligen Zeit spielen. Während KORKYT ATA auf der Suche nach dem ewigen Leben mit seinem Kamel umher ritt, begegnete ihm überall der Tod. Und wenn er Menschen, die gerade ein Grab aushuben, fragte, für wen dieses sei, bekam er zur Antwort, es sei für KORKYT, so dass er von einer tiefen Todesangst begleitet war.

Eines Tages erschien ihm im Schlaf ein Engel, der ihm sagte, er solle ein Instrument ähnlich der menschlichen Stimme bauen, was ihm trotz seines Bemühens zunächst nicht gelingen wollte. Da erschien ihm der Engel noch einmal und sagte: „KORKYT, deine KOBIZ soll sein wie das Schienbein eines sechsjährigen kastrierten Kamels. Baue einen Korpus aus dem dunkelroten Horn einer Ziege, bespanne es mit der Haut eines Dromedars und spanne darauf zwei Saiten aus dem unverwobenen Haar eines Pferdeschweifs von einem fünfjährigen Hengst, und du wirst ein wunderbares Instrument haben!“ Als er aufwachte, mache er sich sofort an die Arbeit. Kyl KobizKyl Kobiz

Und als KORKYT begann auf der KYL KOBIZ (Kyl Kobyz) zu spielen, verspürte er eine unglaubliche Kraft und fühlte sich fortan geschützt. Er entwickelte einen starken Geist und glaubte fest daran, dass es das ewige Leben gäbe. Um dem Tod auf Erden endgültig zu entkommen, zog er sich zurück an den Fluss Syrdaria, wo er auf einem Teppich saß und Tag und Nacht spielte. Und als er sein Spiel vor Müdigkeit unterbrach, kroch eine Schlange aus dem Wasser hervor und versetzte ihm einen tödlichen Biss.